Startseite > Allgemein > Sonnenblume kaufen, für Projekt „Fredmon“ spenden

Margret und Hans Gantenbein aus Heroldstatt mit einer Idee, um Laichinger Hilfsprojekt zu unterstützen

Diesen Bericht schrieb Maike Scholz am Samstag, den 22. August in der Schwäbischen Zeitung Ausgabe Laichingen

Monika Hiller vom Projekt „Fredmon“ in Laichingen ist aufgeregt und dankbar zugleich. Der Grund: Margret und Hans Gantenbein aus Heroldstatt starten eine Spendenaktion – und unterstützen damit das Hilfsprojekt „Fredmon“.
Das steckt dahinter: „Wir haben in der Zeitung von der Aktion und dem Projekt Fredmon gelesen. Monika Hiller haben wir persönlich kennengelernt. Wir sind ins Gespräch gekommen. Wir haben uns dann gedacht, dass wir das Projekt gerne unterstützen wollen“, erzählt Margret Gantenbein. So sei die Idee aufgekommen, die Sonnenblumen, die nahe ihres Erdbeerfeldes wachsen, zu verkaufen und den Erlös für „Fredmon“ zu spenden. Der Pflanzstreifen mit den Sonnenblumen liegt an der Straße von Sontheim in Richtung Seißen. Interessierte passieren den ersten Parkplatz zur Höhle, dann liegt auf der rechten Seite das Erdbeerfeld. Dort sind auch die Sonnenblumen zu finden, die dann selbst geschnitten werden können. Gantenbeins haben an 70 Cent pro Sonnenblume gedacht. Es wird eine Kasse bereitstehen. Der Erlös wird dann gespendet.
„Es hat uns ganz arg gefreut, dass die Menschen an uns denken – auch aus der Umgebung“, sagt Monika Hiller. Die Idee sei klasse; zumal die Sonnenblume einfach mit ihrer Farbe eine Symbolkraft besitze. Hilfe werde immer benötigt und für das „Fredmon“-Projekt gerne angenommen. Die Situation in Uganda: „Aus dem Umfeld der Fredmon-Unterstützung ist noch keiner verstorben“, berichtet Monika Hiller mit Blick auf das Coronavirus. Sie fügt an: „Den Kindern geht es allen gut.“ Die Devise von Monika und Manfred Hiller bleibt: nicht nur hinsehen, sondern handeln. Fünf Jahre lang, von 2010 bis 2015, waren Monika und Manfred Hiller aus Laichingen mit „Christliche Fachkräfte International“ in einem kirchlichen Hilfsprojekt in Luweero in Uganda engagiert. Damit ihr Einsatz heute noch gute Früchte trägt, haben sie den Verein „Fredmon“ gegründet, der über die evangelische Kirchengemeinde Laichingen Kindern in Uganda unter anderem eine Schulbildung ermöglichen will. „Die Schule ist wegen Corona derzeit geschlossen – voraussichtlich das ganze Jahr über“, berichtet Monika Hiller vom derzeitigen Stand in Uganda. Es bedürfe also weiterhin verstärkter Unterstützung. Deswegen freue sie sich besonders über die Spendenaktion von Margret und Hans Gantenbein: „So eine Aktion mit Sonnenblumen gab es noch nie.“ Das Ehepaar aus Laichingen stehe weiter im engen Kontakt mit Pastor Patrick Mukisa. Er leitet das Fredmon-Team in Uganda. Ohne ihn sei es nicht möglich, die Hilfe direkt an die Kinder weiterzugeben. Mukisa hat in den vergangenen Monaten entsprechend bereitgestelltes Geld abgehoben und war einkaufen – um Lebensmittel-pakete zu verteilen (wir berichteten). Große Dankbarkeit gibt er nach Deutschland weiter – gerade auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Jüngst berichtete er den Hillers per E-Mail, wie es um die Situation vor Ort bestellt ist. Er dankt, dass man in der schweren Zeit Seite an Seite steht. Die Sterberate sei zwar derzeit nicht hoch, es gebe allerdings andere Auswirkungen wie Gewalt in Familien, höhere Arbeitslosigkeit und die Problematik, dass Kinder nicht mehr zur Schule gehen. „Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um dem deutschen Fredmon-Team für den unermüd-lichen Einsatz zu danken“, mit diesen Worten schließt Patrick Mukisa seine E-Mail.

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